In diesem Teil gehen wir vor allem auf das Einrichten ein. Unter einrichten des Aquariums verstehen wir hier aber nicht den Einbau der Technik, sondern vielmehr den Einbau von Boden, Dekoration und Pflanzen. Erst dann beschäftigen wir uns mit der Technik und wie man diese am besten einbaut. Im Grunde sollten sie aber bevor sie loslegen auch den nächsten Teil gleich lesen, denn gewisse Dinge kann man hier miteinander verbinden. Beginnen wir mit dem Untergrund.
Dekorationsbeispiele finden
Bevor man überhaupt mit der Einrichtung der Dekoration und des Untergrundes loslegt, sollte man wissen wie das Becken am Ende aussehen soll. Machen sie sich also genau Gedanken darüber wo sie was rein machen. Dabei können sie folgenden Fragen für sich beantworten. Zum einen sollte man sich Fragen was alles ins Becken soll. Wurzeln, Steine und was noch? Oder vielleicht gar keine Wurzeln? Wo platziert man diese Einrichtungsgegenstände? Im Vordergrund oder her im Hintergrund? Wo kommen die Pflanzen hin oder besser gesagt wo findet welche Pflanze ihren Platz?
Jetzt noch ein paar Tipps die ihnen solche Entscheidungen leichter machen könnten:
- Holen sie sich Anregungen
- Schauen sie viele anderen Aquarien an
- Bilder im Internet können da helfen
- Gehen sie zum Händler oder in den Zoo
- Kaufen sie sich Bücher mit Einrichtungsbeispiele
Wie man sieht gibt es jede Menge Möglichkeiten sich über ein Aquarium und deren Einrichtung zu informieren. Nicht alles wird möglich sein, aber die Recherche im Internet alleine kann schon helfen.
Machen sie sich eine Skizze der Einrichtung
Sie sollten sich die Zeit nehmen schon vor dem Kauf der Einrichtungsgegenstände, eine Skizze zu machen. Damit können sie auch schnell den Bedarf an Pflanzen und Steinen feststellen. Skizzieren sie genau wo sie was einbauen wollen. Auch an die Technik sollte man denken, denn gerade bei einem Innenfilter benötigt man dazu Platz.
Unser Tipp: Die Einrichtung sollte man so gestalten, dass so wenig wie möglich von der Technik zu sehen ist. Verstecken die den Heizstab hinter einer Wurzel. Der Innenfilter kommt hinter eine große Pflanze. Beachten sie auch, dass Pflanzen einige Zeit brauchen um zu wachsen.
Mit dieser Skizze können sie dann auch genau den Bedarf an Pflanzen feststellen. Damit haben sie einen Bepflanzungsplan.
Untergrund im Aquarium
Kommen wir nun zum Untergrund des Aquariums. Dieser alleine stellt schon eine Wissenschaft dar. Es gibt jede Menge Möglichkeiten diesen aufzubauen. Im Grunde ist dieser Mehrschichtig, wobei wir auch schon mit einem einschichtigen Boden gute Erfolge in Sachen Pflanzenwachstum gemacht haben.
Aktuell wird in der Regel der Boden aber aus einer Düngerschicht und einer Bodenschicht aufgebaut. Dieser spezielle Aquariumboden bildet den Nährstoff für die Pflanzen. Trotzdem dürfen sie nicht enttäuscht sein, wenn nicht alle Pflanzen bei ihnen gedeihen. Oft liegt es auch an den Wasserwerten oder am Licht, warum es nicht wird.
Auf den Nährboden für die Pflanzen kommt dann der Kies oder Sand. Auch hier gibt es jede Menge verschiedene Farben und Körnungen. Von ganz klein mit 1 mm bis hin zu groben Körnern.
Achtung: Passen sie auf, was sie später für Fische in das Aquarium machen wollen, denn vor allem bei Bodenbewohnern ist der Kies wichtig. Dieser sollte geschliffen sein und nicht grob oder sogar Scharfkantig. Damit könnten sich die Welse und Co verletzten.
Wie immer gib es zum Aufbau viele Meinungen. Holen sie einige ein und entscheiden sie dann selber. Auch in Sachen Farbe kann man hier nicht immer den Geschmack der anderen treffen. Wir persönlich empfehlen ihnen, bleiben sie bei der Natur und verwenden sie keine rote oder blaue Aquarienuntergründe.
Wie schon im Teil der Vorbereitung angesprochen, sollten sie den Kies gut waschen. Achtung der Nährboden wird natürlich nicht gewaschen. Man sollte auch daran denke, das ein eventueller Fluter schon jetzt ins Aquarium muss. Dieser wird unter dem Nährboden mit Saugnäpfen wie eine Art Fußbodenheizung verlegt. Dazu aber noch mehr im Teil der Technik.
Darauf kommt dann der Nährboden und darüber dann der Kies oder Sand. Gehen sie hier vorsichtig vor und schaffen sie genug Untergrund. Hier sollte man nicht sparsam vorgehen. Die Hersteller geben beim Nährboden meist einen Dicke vor, aber 5cm müssen es auf jeden Fall sein, dass die Pflanzen dort auch Platz für ihre Wurzeln finden. Der Kies wo darüber kommt sollte auch mindestens nochmal 5 bis 10 cm haben. Vorne etwas weniger wie hinten.
Anordnung der Dekorationen
Jetzt noch ein Wort zur Anordnung der Dekoration. Wie schon vorher beschrieben, sollten sie sich eine Skizze machen. Wir wollen aber noch ein paar Tipps geben um ein Aquarium abwechslungsreich und lebhaft zu machen.
- Vorne wenig Kies und hinten mehr
- Bauen sie Terrassen aus Steinen oder Platten
- Kleine Pflanzen in den Vordergrund
- Große Pflanzen nach Hinten
- Bauen sie mit Wurzeln ein Dach
- Eine Höhle wird von vielen Fischen gemocht
- Wechseln sie mit Pflanzen ab
- Bei großen Aquarien kann man Bereiche bilden
- Schaffen sie dichte Bepflanzung in Abwechslung mit Freiflächen
- Bieten sie Rückzugsmöglichkeiten
- Bepflanzen sie bis zur Wasseroberfläche in manchen Bereichen
- Schutz für Jungtiere vorsehen
Sicherlich gibt es noch jede Menge mehr Tipps, aber damit haben sie schon einen Anhaltspunkt wie sie vorgehen sollten.
Pflanzen vorbereiten und einsetzten
Gehen wir davon aus, dass der Boden und Untergrund drin ist und sie auch schon ihre Wurzeln und Steinen, sowie Stufen platziert haben. Dann kommen wir zum Pflanzen.
Hier kann man auch schon etwas Wasser in das Aquarium rein machen. Wir gehen aber davon aus, dass sie jetzt schon pflanzen wollen.
Die Pflanzen müssen aber zuerst vorbereitet werden. Dazu wäscht man sie vorsichtig mit lauwarmem Wasser ab. Bei gewissen Fischarten empfiehlt es sich auch diese erst einige Tage zu wässern um die Schadstoffe zu entfernen. Dann entfernt man vorsichtig die Körbchen wenn vorhanden. Hier sollte man je nach Art die Bepflanzungshinweise gut lesen. Auch Schaumstoff oder Watte sollte so gut es geht entfernt werden.
Zusätzlich sollte man die welken Blätter schon jetzt entfernen. Auch ein leichtes zurückschneiden der Wurzeln empfiehlt sich. Damir regt man meist das Wachstum an und die Pflanzen wachsen schneller.
Kommen wir nun noch zum setzten der Pflanzen. Im Grunde werden sie so tief wie möglich in den Boden besteckt. Natürlich nicht ganz auf das Glas des Bodens, aber kurz davor. Drücken sie diese gut fest, denn später mit dem Wasser könnte es dazu kommen, dass sie wieder raus gespült werden.
Bei bestimmten Pflanzen kann es auch notwendig sein diese festzubinden oder zu beschweren. Sie können auch immer noch etwas mehr Kies um die Pflanze machen um dieser Stabilität zu verleihen.
Zusätzlich kann man auch gleich zu jeder Pflanze eine Düngetablette geben. Diese wird einfach dazu gesteckt. Dies hat den Vorteil, dass gleich ein Langzeitdünger nah an der Pflanze ist und sie somit genug Eisen und Co für die ersten Wochen des Anwachsens bekommt.
Damit wäre auch der 5. Schritt geschafft und wir kommen zum Schritt 6 der Einrichtung und des Einsetzens der Technik. Erst dann würden wir mit dem einlassen des Wassers beginnen.
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