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Jetzt kommt endlich der Tag wo die ersten Fische in das Becken kommen können. Aber auch hier gilt es nochmal einiges zu beachten. In unserem 9.Teil der Serie wollen wir diese Dinge vorstellen. Angefangen von der Prüfung der Wasserqualität bis zur Aufstockung des Besatzes.

 

Kontrolle der Wasserqualität

 

Bevor man überhaupt an das einsetzen der Fische denken kann, muss man sich sicher sein, dass der Nitritpeak vorbei ist. Siehe dazu auch den Teil mit dem Wasser einfüllen. Dort beschreiben wir, was sich dahinter verbirgt.

Aber nicht nur der Nitritpeak und Wert ist wichtig, sondern auch noch die anderen Wasserwerte. Es bringt nichts den PH Wert über 8 zu haben und dann Fische zu kaufen die diesen gar nicht vertragen. Hier muss man genau aufpassen, was man macht. Deshalb kontrollieren sie alle Werte noch einmal und schreiben sie sich diese auf. Damit können sie dann zum Händler oder Großhändler gehen um die Fische zu kaufen.

Menge des Besatzes

 

Kommen wir nur zur Menge  der Fische. Wie viele Fische dürfen zum Beispiel in mein 200 Liter Aquarium? Im Grund wird dies ganz einfach berechnet. Es gibt eine Formel die viele benutzen. Diese besagt, dass pro 1 Zentimeter Fischlänge ein Liter Wasser da sein muss. Aber diese Formel sollte man nur als groben Richtwert nehmen, denn es gibt noch viele andere Faktoren die dies bestimmen können.

Fische wachsen und wenn man welche kauft sind diese meist noch klein. Das muss man auf jeden Fall mit einberechnen wenn man nach der Formel vorgeht. Auch hat ein 200 Liter Aquarium nicht 200 Liter Inhalt freie Fläche für die Fische. Hier muss man noch jede Menge Einrichtung abziehen. Da kann es schnell sein, dass nur noch 150 Liter übrig bleiben.

Was sollte man noch alles beachten bei der Menge und der Auswahl der Fische:

 

  • Fische leben in unterschiedlichen Wasserschichten und Tiefen
  • Besetzen sie nicht nur den Boden oder die Mitte, sondern auch die Wasseroberfläche oder das obere Drittel mit Fischen
  • Gesellschaftsformen beachten. Skalare zum Beispiel leben in Paaren
  • Schwarmfische gehören in größeren Stückzahlen gehalten
  • Revierbildende Fische beachten

 

Wie man an dieser Aufstellung sieht, zählen jede Menge Dinge dazu wie viele Fische in ein Becken kommen. Jeder Fisch hat einen Steckbrief den man sich genau durchlesen sollte. Erst dann kann man ans einkaufen gehen.

 

Schrittweiser Besatz der Fische

 

Wenn man mit dem Besatz beginnt, sollte man diesen aber in Schritten machen. Es macht keinen Sinn gleich alle Fische zu kaufen und diese dann sofort ins Becken einzusetzen. Hier heißt es immer, Schritt für Schritt.

Hier die Tipps:

 

  • Zuerst nur wenige Algenfressende Fische einsetzen
  • Meist sind diese am Boden lebend
  • Dann erst eher unempfindliche Fische einsetzten
  • Einsetzen immer je nach Lebensraum und Schicht im Wasser
  • Anpassung der Fische beachten
  • Lassen sie sich Zeit
  • Fertiger Besatz erst nach Wochen

 

Fische einsetzen

 

Kommen wir jetzt zum einsetzen der Fische überhaupt. Wer denkt er könne diese aus den Transport Beuteln einfach ins Wasser rein lassen, der hat sich getäuscht. Hier gilt es ganz schonend vorzugehen. Die Fische könnten schnell einen Schock bekommen. Jedes Wasser ist anders und auch durch den Transport sind die Tiere gestresst. Aber jetzt natürlich zu den Tipps, wie man die Fische langsam an die neuen Bedingungen gewöhnt.

Zuerst gilt es beim Transport aus dem Fachgeschäft aufzupassen, dass die Behälter nicht zu sehr abkühlen und schlimmer noch kaputt gehen. In der Regel werden die Fische so verpackt, dass genug Sauerstoff in den Beutel drin ist und die Fische so gut eine gewisse Zeit aushalten. Ist man aber länger unterwegs muss einen spezielle Sauerstoffversorgung vorgesehen werden. Dort sollte man Sauerstoff zuführen. Dazu gibt es extra im Fachhandel geeigneten Flaschen.

 

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Wenn sie aber nicht länger wie ca 45 Minuten unterwegs sind, dann sollte es kein Problem sein. Nennen sie im Fachhandel aber ihre genaue Transportzeit.

Zuhause dann angekommen geht es ans auspacken der Fische. Zuerst werden die Tüten ins Wasser gelegt, so dass sich die Temperatur des Wassers nicht weiter abkühlt. Dann kommen wir ans langsame gewöhnen an das neue Wasser.

Dazu füllt man immer wieder etwas Wasser aus dem Aquarium in den Transportbeutel. So wird nach und nach das Transportwasser mit dem Wasser aus dem eigene Aquarium vermischt. Dieser Vorgang sollte aber nicht in 5 Minuten erledigt sein, sondern da sollten sie sich schon einige Zeit nehmen. Ja langsamer die Eingewöhnung passiert, desto schonender ist diese.

Hat man alles soweit erledigt und die Fische sind bereit ins Aquarium zu kommen, dann geht es an das schonende Umsetzen.

Hier hat jede so seine eigene Strategie. Auf jeden Fall vermeiden wir es einfach das Wasser mit samt den Fischen ins Becken zu lassen. Dabei kann man sich eventuelle Krankheiten vom fremden Wasser in sein Aquarium holen. Deshalb empfehlen wir die Fische zu fangen und so umzusiedeln.

Wenn sie bereits Fische im Aquarium haben, sollten sie diese zuvor füttern, dass sie satt sind. Ansonsten könnte es passieren, dass die Neuen, eventuell recht kleine Fische als Futter angesehen  und gleich verspeist werden.

Hier nochmal die einzelnen Schritte in der Übersicht:

 

  • Schonender Transport
  • Temperatur beachten
  • Eventuell Sauerstoff zuführen
  • Langsamer Wasseraustausch
  • Fische schonend fangen
  • Freilassen nur nach einer Fütterung

 

Die ersten Tage mit neuen Fischen

 

Die ersten Tage nach dem Besatz sind die schönsten. Dort gibt es noch einiges zu beobachten und genau dies sollten sie auch tun. Beobachten sie ihre Fische gut und studieren ihr Verhalten. Gibt es Revierkämpfe? Jagen sich Fische gegenseitig? Sind alle noch wohl auf? Gibt es vielleicht schon Tote?

Vor allem bei einem neuen Besatz kann es passieren, dass der ein oder andere Fisch verstirbt. Dies kommt oft von den Strapazen des Umzuges und Transport und auch von den unterschiedlichen Wasserqualitäten. Keine Angst dies kann immer wieder vorkommen.

Falls aber gleich sehr viele Fische in den ersten Tagen sterben, heißt es auch immer wieder auf die Wasserwerte zu schauen. Hier könnte es Probleme geben. Gute Händler helfen einem hier auch und versuchen gemeinsam das Problem zu finden.

 

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